Wasserbetten: Wasserkern / Sicherheitswanne

Nicht nur die Heizung ist wichtiger Bestandteil des Wasserbettes, sondern auch der Wasserkern. Da er höheren Belastungen ausgesetzt ist, verwendet man hier ein stärkeres Vinyl als für die Sicherheitswanne. Die derzeit zur Herstellung bevorzugte Hochfrequenzverschweißung ist für das Vinyl schonender als andere Techniken, da Verschweißen das Material strapaziert. Deshalb sollte man darauf achten, dass möglichst wenige Schweißnähte gearbeitet wurden, die sich vorzugsweise nicht an der stärker belasteten Oberfläche der Wasserkerne befinden.

Weiterhin sollten keine chemisch unterschiedlich zusammengesetzten Vinyle verarbeitet werden, weil die Haftung untereinander sonst weniger resistent und langlebig ist. Zwar sind dünnere Vinyle nachgiebiger, jedoch auch leider zu beschädigen. Verwendet der Hersteller, welcher das Vinyl nach Gewicht bezahlt, eine Ausführung mit einer Stärke von weniger als 0,48 mm, sollte man skeptisch sein. Allerdings sollte das Vinyl auch nicht zu dick sein, da etwaige Falten sonst schnell Bruchstellen verursachen. Im Vinyl sind geringe Mengen Schwermetall und Weichmacher enthalten, damit es geschmeidig bleibt. In seiner Zusammensetzung kann das Vinyl sehr unterschiedlich sein und man sollte beim Kauf darauf achten, dass diese ausgewiesen ist und den deutschen Wohnmöbel-Normen entspricht. Eine schriftliche Bestätigung über die Höhe des Gehalts an Schwermetallen und weiteren Inhaltsstoffen wie Cadmium (weniger als 100 ppm) sollte man sich geben lassen.

Der Wasserkern befindet sich in einer Sicherheitswanne, welche bei Undichtigkeit den Wasseraustritt aus der Matratze verhindert. Leider ist dies ein Punkt, an dem die Hersteller sparen. Es ist zwar vertretbar, dass das Vinyl dünner ist als das der Matratze, da es einer geringeren Belastung unterliegt. Jedoch sind die Nähte meist auf Stoß verschweißt und entsprechend schwach. Die überwiegende Zahl der Sicherheitswannen sind so genannte Outliner, welche über den äußeren Schaum der Matratze gespannt werden.

Die Schaumwanne sollte von der Sicherheitswanne ganz umfasst werden. Auch sollte die Sicherheitswanne unter den Schaum greifen, wodurch ein Verrutschen durch auftretende Zugkräfte verhindert wird. Ferner sollte man darauf achten, dass sie glatt sitzt und keine Faltenbildung hat, da dort meist Bruchstellen im Vinyl auftreten. Manche Hersteller setzen eine einfache, nicht zugeschnittene und unverschweißte Folie ein, so dass der beabsichtigte Schutz nicht erreicht werden kann.

Sicherheitswannen, die nicht über die Schaumkeile sondern über den Wasserkern greifen, nennt man Inliner. Diese haben jedoch den Nachteil, dass die Matratzenreinigung recht schwierig ist und dass sie sich leicht in die Matratze ziehen, wenn sich eine Schweißnaht öffnet.
Wer ein Hardside-Wasserbett hat, sollte als Sicherheitswanne einen Stand-up-Liner wählen. Dabei sind die Ränder mit einer festen Platte aus Pappe, Plastik oder Hartfaserplatte verfestigt.


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Eingestellt: 13.05. 2008
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