Absicherung durch Fonds / Rentenfond

Heutzutage ist es für viele Bürger durchaus normal, Geld an der Börse anzulegen. Da jedoch hierzu Fachwissen erforderlich ist, lassen die meisten sich durch Fondmanager beraten und vertreten. Diese haben die Möglichkeit, durch den größeren Umfang eines Investmentfonds das Risiko besser verteilen zu können als einzelne Privatanleger. Wer sich für diese Anlagevariante entscheidet, kann Anteile über eine Bank kaufen oder aber auch direkt bei einer Fondsgesellschaft. Welcher Fondtyp in welche Fondgesellschaft in Frage kommt, kann man über unabhängige Anlageberater oder Anlageagenturen sowie Medien erkunden.

Die Möglichkeiten eines Vermögensaufbaus zur Altersvorsorge ist mittels Investment- fonds auf vielfache Weise möglich. So können sowohl regelmäßige Beiträge in einen Fondsparplan eingezahlt werden als auch einmalige Summen, je nach finanziellen Gegebenheiten. Auch ein Aussetzen der Zahlungen oder ein Wechsel in der Ratenhöhe ist ohne Schwierigkeiten machbar.

Aber auch andere Kriterien machen diese Anlageform attraktiv. So entstehen lediglich Ausgabeaufschläge für die tatsächliche Einzahlung - im Gegensatz zu Lebens- und Rentenversicherungen, bei denen die Abschluss- und Verwaltungskosten sofort für die gesamte Laufzeit fällig werden, weshalb der Rückkaufwert der Police meist über Jahre bei Null liegt. Dies ist bei Fondsparplänen nicht der Fall, und auch bei vorzeitigem Vertragsende werden keine Ausfallentschädigungen fällig. Der Ausgabeaufschlag fällt nur einmal an und errechnet sich aus der Differenz von Ausgabe- und Rücknahmewert.
Darüber hinaus müssen lediglich Verwaltungsgebühren gezahlt werden, welche direkt aus dem Fondvermögen getilgt werden. Sie betragen ca. 2 % des Anlagebetrages.
Der wesentliche Vorteil der Kapitalbildung mittels Fondsanlage besteht jedoch darin, dass die Wertentwicklung jederzeit nachvollzogen werden kann. Dafür wird das Fondvermögen durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile dividiert, so dass der Anleger den Wert seines Depots ermitteln kann. Erträge können ausgeschüttet oder auch direkt wieder angelegt werden.

Wer jedoch sein Kapital den Schwankungen der Börse nicht unterwerfen möchte, kann auf festverzinsliche Wertpapiere und Rentenfonds zurückgreifen. Diese versprechen einen sicheren Vermögensaufbau. Die Mittel von Rentenfonds fließen überwiegend in Anleihen, welche konstante Einkünfte garantieren - ein Restrisiko bleibt allerdings, welches in Zinsschwankungen, Wertschwankungen durch Zinsänderung und Währungsverlusten besteht.

Einen Haken hat jedoch die Altersvorsorge durch Renten-Fonds: Fast die komplette Wertsteigerung ist als Zinsertrag steuerpflichtig, im Gegensatz zur Kapitalbildung durch Aktienfonds, bei denen nur der auf Dividenden entfallende Anteil zu versteuern ist.
Rentenfonds sollten dann gewählt werden, wenn die Laufzeit von 12 Jahren zur Wahrung der Steuerfreiheit der Versicherungserträge bei Abschluss einer Kapitalpolice nicht mehr zu erreichen ist. Sie kommen ebenso in Betracht, wenn vor Rentenbeginn ein Wechsel von Aktienfonds in eine sichere Anlageform gewünscht wird.


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Eingestellt: 9.05. 2008
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