Eventuelle Probleme mit oder durch Kontaktlinsen

Obwohl die Fertigungstechniken für Kontaktlinsen ständig verbessert werden, haben dennoch viele Menschen Probleme beim Tragen oder durch die Verwendung dieser Sehhilfen.

Die überwiegende Zahl aller Anwender verfügt über eine nicht ausreichende Menge an Tränenflüssigkeit. Dadurch haben die Kontaktlinsen keinen optimalen Sitz und werden als Fremdkörper empfunden. Weiterhin kann durch die Austrocknung das Auge geschädigt werden und es können sogar Risse in der Kontaktlinse auftreten.

Aber auch unsachgemäße Reinigung und Pflege der Kontaktlinsen sowie falsches Tragen können den Tragekomfort erheblich beeinflussen. Eine durch unzureichende Reinigung verursachte - aber dennoch relativ geringe Beeinträchtigung - ist die Färbung der Linse, was die Sicht verändert. Ernster zu nehmen sind Entzündungen des Auges, da sich Bakterien und Mikroorganismen ansammeln können. Mikroorganismen wie die Acanthamoeba (Einzeller), die in zwei Formen (als Trophozoiten und Zysten) auftreten, können Augeninfektionen verursachen.

Es muss jedoch erwähnt werden, dass die überwiegende Zahl der Probleme schlechthin auf unzureichende Pflege zurückzuführen ist. Dadurch kommt es zu Proteinablagerungen auf der Linse, welche die Sicht behindern. Durch wöchentliche Reinigung mit einer Enzymlösung kann dies verhindert werden. Durch schlecht gereinigte oder gar beschädigte Kontaktlinsen können Hornhautreizungen entstehen.

Weitere Nachteile, die durch das Tragen von Kontaktlinsen entstehen können, sind Komplikationen am Augenlid, Schädigungen der obersten Hornhautschicht durch schlecht sitzende Linsen, Bindehautentzündungen und trockene Augen. Der für die Versorgung des Auges wichtige Tränenfilm kann gestört und die Augen gereizt werden. Ein zu langes Tragen der Kontaktlinsen führt häufig zur Minderversorgung der Hornhaut mit Sauerstoff. Mögliche Schädigungen der Hornhaut sind ein Aufquellen, ggf. sogar dauerhaft, sowie dauerhafte Trübungen der Hornhaut.
Auch müssen viele Kontaktlinsenträger feststellen, dass beim Wechsel zurück zur Brille eine Verschlechterung der Sicht eintritt.

Ein anderes Kapitel sind mögliche allergische Reaktionen gegen die in den Pflegemitteln enthaltenen Chemikalien. Hier kann allerdings bereits ein Wechsel des Produktes Abhilfe schaffen. Besonders bei Schwangeren tritt die Unverträglichkeit der Reinigungsmittel plötzlich auf.
Unter Umständen kann die Verträglichkeit der Linsen auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente beeinflusst werden. Hier entstehen besonders dann Probleme, wenn Salben oder Tropfen direkt ins Auge gegeben werden, die aber die Kontaktlinsen und damit wiederum die Augen schädigen. Bei festgestellten Veränderungen muss unbedingt eine Rücksprache mit dem Augenarzt erfolgen.


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Eingestellt: 19.05. 2008
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