Welche Kontaktlinsen bei Astigmatismus (Hornhautkrümmung)
Den meisten Brillenträgern ist der Begriff Hornhautkrümmung oder Astigmatismus durchaus bekannt. Etwa ein Fünftel aller Menschen haben einen korrektur-bedürftigen Astigmatismus. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen regulärem und irregulärem Astigmatismus.
Beim regulärem Astigmatismus oder der Stabsichtigkeit handelt es sich um eine Fehlsichtigkeit, die durch eine veränderte Hornhautkrümmung entsteht. Die Hornhaut ist in ihren Meridianen unphysiologisch gekrümmt und dadurch entstehen Bildverzerrungen. Unregelmäßigkeiten auf der Hornhaut bezeichnet man als irregulären Astigmatismus.
Als verstärkt auftretende Ursachen der Hornhautverkrümmung/Stabsichtigkeit sind Geschwüre und Narben auf der Hornhaut bekannt, erblich bedingte Wachstumsanomalien der Hornhaut sowie Linsentrübung (Katarakt).
Bei der Stabsichtigkeit weicht die Hornhautwölbung von der üblichen Kugelform ab - ähnlich der Seite eines Eies - und somit werden Gegenstände längs, quer oder schräg verzogen wahrgenommen. Das Auge bildet dabei Punkte zu Strichen (Stäbchen) ab. Personen, die unter Kopfschmerzen leiden oder eine Art von Muskelkater im Auge verspüren, sollten sich unbedingt augenärztlich untersuchen lassen. Leidet man unter Astigmatismus, so versucht das Auge unaufhörlich, den Brechungsfehler durch Akkomodation des Ziliarmuskels auszugleichen, wodurch nicht selten Kopfschmerzen auftreten. Wird diese Erkrankung spät erkannt und behandelt, führt sie meist zu Schwachsichtigkeit.
Beim regulären Astigmatismus werden Winkel und Brechungsfehler der Hornhautkrümmung bestimmt, damit die Brennlinien der schwachen und starken Achse wieder zu einem Brennpunkt zusammengeführt werden. Durch weiche, entsprechend gewölbte Kontaktlinsen, welche sich auf der verkrümmten Hornhaut von selbst ausrichten, erfolgt die Korrektur dieser Fehlsichtigkeit. Gleiches erreicht man durch harte Kontaktlinsen, welche die Hornhaut richtig hinbiegen.
Beim irregulären Astigmatismus werden häufig harte Kontaktlinsen empfohlen. Nur wenn diese nicht die gewünschte Besserung bringen, sollte man eine Laseroperation in Erwägung ziehen, und zwar mit einem Excimer-Laser. Je nach Gegebenheit kann der Brechungsfehler dauerhaft korrigiert werden, sowohl bei Kurz- als auch bei Weitsichtigkeit. Handelt es sich um einen besonders schweren Fall, hilft eine Hornhautverpflanzung. Bei Problemen, die auf die Linse zurückzuführen sind, kann durch Einsetzen einer Kunstlinse geholfen werden
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