Mountainbike - MTB

Was vor etwa 25 Jahren als amerikanische Erfindung auf den Markt gebracht wurde, hat sich in der Zwischenzeit nicht nur etabliert, sondern eine regelrechte Karriere erfahren. Insider wissen, dass 1973 am Mount Tamalpais / Kalifornien das Mountainbike geboren wurde. In den ersten Jahren wurden die so genannten Mountainbikes noch von der Industrie vernachlässigt, jedoch desto ehrgeiziger wurde deren Weiterentwicklung von einzelnen Sportbegeisterten und Garagenfirmen gefördert. Somit ist der technische Standard dieses Radtyps in kürzester Zeit recht hoch geworden und es wurden verschiedenste Varianten entwickelt, wobei jedoch amerikanische Produkte nach wie vor für Innovation und Qualität stehen.

Legt man sich ein Mountainbike zu, so mit der Absicht, ein Sportgerät zu haben, welches sich ausgezeichnet für Fahrradtouren im freien Gelände, in den Bergen oder Wäldern eignet. Wer mit diesem Rad unterwegs ist, für den sind selbst Baumstämme kein Grund, sich vom Weg abbringen zu lassen - selbstverständlich mit der entsprechenden Übung. Aber ein Mountainbike ist nicht ausschließlich für Radtouren über steile Berge und Hindernisse konzipiert, sondern eine Alternative für jene, welche abseits befestigter Radwege Touren durch die Natur machen möchten. Dadurch fördert man nicht nur Ausdauer und Kraft, sondern auch die Koordination. Positiv ist auch die vermehrte Sauerstoffaufnahme und verstärkte Lungenfunktion. Diese Trendsportart kombiniert in optimaler Weise Natur, Technik und Fahrspaß.

Als vielseitiges und wendiges Sportgerät findet das Mountainbike, kurz MTB genannt, fast überall Verwendung. Die Standardvariante nennt man Hardtail. Sie ist mit lediglich einer Federgabel und ohne Vollfederung ausgestattet. Für steile Bergaufstrecken ist die Schaltung kurz übersetzt, standfeste Bremsen werden für die anschließende Abfahrt benötigt. Die Entwicklung geht dahin, MTBs mit Scheibenbremsen auszurüsten. Dadurch wird das Bremsen witterungsunabhängig. Außerdem liegt der Felgenverschleiß bei Null und bei hydraulischen Systemen erreicht man einen permanenten Bremsdruck mit guter Dosierungsmöglichkeit.

Ein besonderes Augenmerk ist beim Kauf auf das Gewicht zu richten, wobei der Rahmen ausschlaggebend ist. Früher wurde meist Stahl verwendet, heute Aluminium. Da bei einem Aluminiumrahmen die Rohre dicker sind, entsteht ein bulliger und aggressiver Eindruck. Durch Weiterentwicklung des Rahmenmaterials wird ein Rahmengewicht von unter 2 Kilogramm erreicht. Wer nicht auf Geld achten muss, wählt einen Rahmen aus Materialien wie Titan oder Carbon.

Die extra dicke und grobstollige Bereifung ist nötig, um den erforderlichen Halt und Antritt der stabilen 26-Zoll-Räder zu gewährleisten.

Um härtere Stöße im Lenkerbereich abzufangen, werden Federgabeln eingesetzt, welche gelenkschonenden Komfort sowie ständigen Bodenkontakt bringen. Wer längere Downhill-Strecken fährt, wählt
voll gefederte Mountainbikes, auch Fullies genannt.

MTBs verfügen über 27 Gänge - das entspricht 3 Kettenblättern vorn und 9 Ritzeln hinten.

Die per Drehgriffschalter oder Fingerdruck zu betätigenden Schaltwerke sind sehr robust und leistungsstark.

Zu den teuersten Ausführungen gehören Downhill-MTBs, welche je nach Material und technischer Ausstattung bis zu 8.000 Euro kosten. Sie verfügen über ausgereifte Scheibenbremsen, Dämpfer- und Federgabeltechnologien ebenso wie über ausgefeilte Fahrwerke.

Ein gutes MTB ist hinsichtlich Anschaffung und Pflege relativ teuer. Die aufwändige Technik muss regelmäßig gepflegt und gewartet werden, am besten durch eine Fachwerkstatt.



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Eingestellt: 16.05. 2008
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