Verkapselte Wirkstoffe in der Kosmetik - Liposome
An Kosmetik wird heute eine hohe Anforderung an die Wirksamkeit und Verträglichkeit gestellt. Ein wichtiger Wirkstoff sind die Liposome. Sie sollten in keiner dermatologischen Kosmetik mehr fehlen. Dies sind kleine runde zellenähnliche Lipidhohlkörperchen, die man nur unter dem Mikroskop sehen kann.
Die Hülle der Liposome besteht aus zwei Schichten aneinander gereihter Lecithinbausteine oder auch Phospholipide (Phosphatidylcholin) genannt. Diese werden hauptsächlich aus Sojalecithin gewonnen, sind also pflanzlichen Ursprunges. Diese natürlichen Phospholipide besitzen ein Ende das kugelförmig-wasserlöslich und ein schwanzförmig-fettlösliches Ende. In wässriger Umgebung und bei Energiezufuhr lagern sie sich zu kugelförmigen Doppelmembranen zusammen.
Liposome sind also kleine Hohlkörperchen, die wasserlösliche Wirkstoffe in ihr Inneres aufnehmen können. Da sie aus den gleichen Bausteinen wie z.B. auch die Zellwand von Hautzellen oder die Barriereschicht aufgebaut sind, können sie gut in die Haut penetrieren und die Wirkstoffe depotartig an ihre Umgebung abgeben. Sind Hautzellen leicht beschädigt oder sind in der Barriereschicht Substanz verloren gegangen, so können Liposome die fehlenden Phospholipide perfekt ersetzen. Auch stellt sich
eine verstärkte Durchlässigkeit der Haut für kosmetische und dermatologische Wirkstoffe ein. Die Wirkstoffe, die in Liposomen in die Haut transportiert werden, verteilen sich besser und gleichmäßiger. Wirkstoffe, die nicht in Liposome eingekapselt sind, aber gleichzeitig mit Liposomen aufgetragen werden, entfalten Ihre Wirkung besser in der Haut. Das Resultat ist eine schönere Haut.
Selbst leere Liposome ohne eingekapselte Wirkstoffe, sind schon ein hervorragender Wirkstoff bei unreiner Haut, leichten Akneformen, schuppiger Haut und Verhornungsstörungen, die auf einen Mangel an essentiellen Fettsäuren, wie Linolsäure, zurückzuführen sind.
Es muss aber auch auf die Qualität der Produkte aufgepasst werden, denn die benutzten Produkte sollten keine chem. Konservierer und Parfüme enthalten oder auch nicht vorher und nachher aufgetragen werden, da diese chemischen Substanzen natürlich auch mit in die Haut eingeschleust werden würden. Chemische Substanzen, wie Parfüme und Konservierer, haben nichts in der Haut zu suchen und sind als schädlich für die Gesundheit zu beurteilen.
Eine dermatologische Kosmetik ist also bei entsprechender Zusammenstellung in der Lage eine geschädigte Haut oder eine geschädigte Barriereschicht wieder zu reparieren. Der Reparaturmechanismus wird durch regelmäßiges auftragen von Liposomen in Gang gesetzt. Liposome können wasserlösliche Wirkstoffe aufnehmen und in die Haut transportieren, wie z.B. Vitamin C, Panthenol, NMF, Aminosäuren, Pflanzenextrakte und Mineralsalze. In Liposome verkapselte Wirkstoffe dringen besser in die Haut ein und verteilen sich gleichmäßiger, um dann langsam und kontinuierlich an die Haut abgegeben zu werden. Die gleichzeitig mit eingeschleusten, dem Hautproblem entsprechenden Wirkstoffe, unterstützen die Wirkung.
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