Konservierungsstoffe in Kosmetika

Chemische Konservierungsstoffe gehören zu den häufigsten Allergieauslösern in kosmetischen Produkten. Paradoxerweise gehören sie auch zu den besonders häufig eingesetzten Stoffen der Kosmetikindustrie.

Allergien sind Abwehrreaktionen des Körpers gegen potentiell bedrohliche Fremdstoffe. Grundsätzlich kann jede Substanz eine allergische Reaktion auslösen, wenn der Organismus diese Substanz als körperfremd einstuft. Umgekehrt werden Allergien umso unwahrscheinlicher, je mehr die eingesetzten Substanzen in ihrem Aufbau körpereigenen Substanzen gleichen.

Untersuchungen belegen seit langem, dass chemische Konservierungsmittel neben Parfümstoffen zu den Inhaltsstoffen in Kosmetika gehören, die besonders oft Abwehrreaktionen auf der Haut hervorrufen. Wenn eine chemische und körperfremde Substanz wie ein Konservierungsmittel die schützende Hornschicht der Haut durchdringt und so direkt in die Haut eingeschleust wird, sind Abwehrreaktionen quasi vorprogrammiert. Gefährdet ist hier insbesondere trockene, atopische oder barrieregestörte Haut.

Fatalerweise tragen viele tensidhaltige Reinigungsprodukte maßgeblich zur Schädigung der Hautschutzbarriere bei. Aggressive waschaktive Substanzen insbesondere in Kombination mit übermäßigem Duschen und zu heißem Wasser schwächen den natürlichen Schutzmantel der Haut und machen sie anfällig für Sensibilisierungen. Denn bei einer derart aus der Balance gebrachten Haut können chemische Konservierungsstoffe aus Kosmetika verstärkt durch die Hornschicht eindringen, werden dort als körperfremd erkannt und lösen eine allergische Reaktion aus.

Doch auch unempfindlichere Haut, die scheinbar keine Reaktionen auf Konservierungsmittel zeigt, kann über einen längeren Zeitraum hinweg Allergien gegen Konservierungsmittel entwickeln. Ein ständiger Kontakt mit fremden Substanzen stellt für fast jede Haut eine Belastung dar. Oft kommt es zu einem zunächst unbemerkten Sensibilisierungsprozess, der sich über Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre erstrecken kann. Das häufige Phänomen eines zunächst lange Zeit als verträglich empfundenen Produktes, das auf einmal eine allergische Reaktion auslöst, ist ein Indiz für einen solchen im Verborgenen abgelaufenen Sensibilisierungsprozess.

Obwohl die Unverträglichkeit von chemischen Konservierungsstoffen erforscht und belegt ist, werden sie weiterhin als kostengünstige Substanzen zur Haltbarmachung einer Mehrzahl von Kosmetikprodukten eingesetzt.

Aber es gibt andere Möglichkeiten, die Haltbarkeit eines Produktes zu erhöhen. Neben den mit unterschiedlichen Nachteilen verbundenen Methoden der Sterilherstellung, der Heißabfüllung von Wasser in Öl-Emulsionen oder dem Einsatz von keimabtötenden Naturstoffen und relativ hoher Konzentrationen von Alkohol erwies sich ein spezielles physiologisches Konzept als gute, wenn auch kostspieligere Alternative. Dabei werden vor allem hautverträgliche und zudem feuchtigkeitsbindende Stoffe wie Glycerin, Glykole und Monosaccharide eingesetzt, die alkoholische Verbindungen enthalten und so auf natürlich Weise keimabtötend wirken, ohne deshalb an Pflegewirkung zu verlieren.

Tipp: Bio Kosmetik von Dr. Eckstein


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Eingestellt: 19.08. 2008
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