Solarheizung
Unabhängig davon, ob man baut oder eine Heizungsanlage austauschen muss, stellt sich die Frage, welche Anlage kosten- und umweltfreundlich ist und den persönlichen Vorstellungen entspricht. Unter diesen Prämissen ist die Entscheidung für eine Solarheizung durchaus denkbar, denn die Vorteile einer solchen Anlage, welche zudem öffentlich gefördert wird, sind vielfach. Die derzeit auf dem Markt befindlichen Sonnenkollektoren sind erheblich besser als frühere Bauweisen und dadurch auch leistungsfähiger. So können bis zu 98 % des auffallenden Sonnenlichts absorbiert und eine Effizienz von 83 % erreicht werden.
Auch in Deutschland nutzen bereits mehrere hunderttausend Hauseigentümer Sonnenenergie für Haushalt und Wohnung, wobei nahezu der komplette Warmwasserbedarf sowie ggf. ein Teil der Wohnungswärme abgedeckt werden kann. Das bedeutet, dass es sich nur um eine - wenn auch optimale - Ergänzung der normalen Heizung handeln kann.
So kann man Solarwärmeanlagen mit den unterschiedlichen Heizungsanlagen kombinieren, wobei jedoch unter technischen und ökologischen Gesichtspunkten Pellets- und Erdgasheizungen besonders geeignet sind. Pellets-Heizungsanlagen haben den Vorteil, dass bei der Verbrennung CO2 nur in den Mengen entsteht, wie es von den Pflanzen während des Wachstums eingelagert wurde.
Ein System mit sehr hoher Effizienz ist auch die Erdgas-Brennwertheizung. Der im Niedrig-temperaturbereich arbeitende Kessel nutzt zudem die Abgaswärme. Wählt man die Kombination aus Solarwärme und Erdgasbrennwerttechnik, so empfiehlt sich das Dach als Heizzentrale. Eine aus Solarkollektoren, Warmwasserspeicher und Heizung bestehende Anlage an diesem Platz hat den Vorteil, dass das Leitungsnetz recht kurz ist.
Nutzt man Sonnenwärme zur Raumheizung, unterscheidet man zwischen passiver und aktiver Solarheizung. Unter passiver Solarheizung versteht man die Ausrichtung des Gebäudes nach Süden, um die größtmögliche Sonnenmenge auszunutzen. Unter aktiver Solarheizung versteht man die Installation eines Kollektors auf dem Gebäudedach zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung. Bei ausreichender Dimensionierung des Wasserspeichers kann man sogar die Wärme für kältere Monate speichern. Ein Privathaushalt kann im Frühling und im Herbst durch eine thermische Solaranlage etwa die Hälfte seines Heizungsbedarfs decken.
Der Sonnenkollektor ist Kernpunkt der thermischen Solaranlage. An die Wasserleitung wird ein Kessel - der Solarspeicher - angeschlossen, in welchem sich 2 Wärmetauscher befinden.
Die im Kollektor solar erhitzte Wärmeträgerflüssigkeit durchfließt einen dieser Wärmetauscher und dient so zu Erwärmung des Brauchwassers.
Der zweite Wärmetauscher ist an den herkömmlichen Heizkessel angeschlossen, um im Winter das benötigte Warmwasser zusätzlich aufzuheizen.
Soll die Sonnenenergie auch zu Heizungsunterstützung eingesetzt werden, erfordert diese Technik einen besonderen Speicher, bei dem das Brauch- und Heizungswasser getrennt ist.
Der Solarkreislauf zwischen Kollektor und Speicher sowie der Heizkreislauf zwischen Speicher und Heizkörpern werden durch eine Steuerungsanlage geregelt.
Solarwärmeanlagen sind schon für einen Preis von 4.500 bis 6.500 Euro zu haben, abhängig davon, welche Komponenten, Bauarten und Dimensionen gewünscht werden. Diese wiederum hängen von den jeweiligen Gegebenheiten und der Lage des Hauses ab. Darüber hinaus werden diese Anlagen staatlich gefördert, teilweise auch von den Bundesländern, Kommunen oder auch Energieversorgungsunternehmen.
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