Behagliche Raumtemperaturen durch Flächenheizungen

Die Komfort Ansprüche bei Heizungsanlagen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Vor allem im privaten Wohnungsbau gehört die Zeit der Wärmeverteilung im Raum über Plattenheizkörper oder Stahlradiatoren längst zur Vergangenheit. Heute dominieren Flächenheizungssysteme, die zum Einem deutlich flexibler an Vorgaben der Architektur anzupassen sind, wesentlich effizienter beim Energiebrauch arbeiten und zudem ein besonders angenehmes und sogar gesünderes Raumklima erzeugen. Dabei sind Flächenheizungen nicht gerade eine neue Erfindung. Schon in der Antike findet man in den Palästen auf Kreta, in Rom oder Athen Flächenheizungssysteme. Damals hat man allerdings keine wasserdurchflossenen Kunststoff- oder Kupferrohre für die Wärmeverteilung genutzt, sondern hat die Steinfliesenböden über warme Luft von unten aufgeheizt. Im Mittelalter geriet diese geniale Art der Wärmeverteilung völlig in Vergessenheit und fand erst wieder in den 60ziger und 70ziger Jahren des 20 Jahrhunderts verstärkt Einzug in unsere Wohnräume.

Heute gibt es verschiedene Arten von Flächenheizungen. Neben der bereits bewährten Fußbodenheizung findet man auch immer mehr Wandheizungen oder Deckenheizungen, die grundsätzlich nach demselben Prinzip arbeiten. Wasserdurchflossene Rohrleitungen werden über Halter oder Trägermatten auf Wand, Decke oder Boden aufgebracht und mit Estrich, Putz oder Trockenbauelementen abgedeckt.

Die Vorteile der Flächenheizung liegen neben der einfachen Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten vor allem darin, dass sie mit sehr niedrigen Heizmitteltemperaturen und ausschließlich über Strahlung arbeiten. So kann die Raumtemperatur ohne Komfortverlust bei der Flächenheizung um 1 bis 2 Grad Celsius abgesenkt werden. Wenn man bedenkt das jedes Grad Absenkung bei der Raumtemperatur 6 Prozent an Wärmeenergie spart so hat mir hier schon einen erheblichen Energieeinspareffekt und muss trotzdem nicht auf ein behagliches Raumklima verzichten. Da die Flächenheizung nur mit Strahlungswärme arbeitet, kommt es auch nicht zu Zugescheinungen und Staubaufwirbelungen, dies ist gerade für Allergiker besonders von Vorteil.

Die geringen Heizungsvorlauftemperaturen bringen der Flächenheizung einen weiteren Vorteil, der sich in Verbindung mit Wärmeerzeugungsanlagen zeigt, die Sonnenenergie in direkter oder indirekter Form nutzt. Solaranlagen zwar im Sommer in der Lage hohe Vorlauftemperauren zu erzeugen, aber gerade in der Übergangszeit oder im Winter ist das kaum möglich. Bei einer Fußbodenheizung liegen aber die Vorlauftemperaturen meistens nur bei 35 bis 40 Grad, so kann die Solaranlage einen deutlich höheren Deckungsgrad erzielen, als bei einer Heizungsanlage die mit Vorlauftemperaturen von 50 bis 60 Grad oder mehr betrieben wird.


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Eingestellt: 26.11. 2010
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