Energiespartipps
Seit längerer Zeit entscheiden sich Hauseigentümer häufiger für eine Gasheizung, so dass diese Form der Beheizung mit 42 % am stärksten vertreten ist, gefolgt von Heizöl mit 33 %. Andere Varianten wie Fernwärme (12 %), Festbrennstoffe (7 %) und Strom (6 %) sind wesentlich weniger gefragt.
Steigende Preise für fossile Brennstoffe sowie die Entwicklung umweltfreundlicher Techniken lassen aber erwarten, dass sich diese Verteilung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich verändern wird.
Für die Heizung werden ungefähr 80 % des Energiebedarfes eines Haushalts aufgewendet. Deshalb ist es wichtig, die richtige Wahl für ein bestimmtes Heizsystem zu treffen, denn davon hängen Energieverbrauch und somit Kosten ab.
Ein hoch temperierter Heizraum deutet darauf hin, dass Heizkessel und -rohre eine entsprechende Wärmedämmung benötigen, ggf. ist ein Austausch in Erwägung zu ziehen. Durch eine 3 cm starke Dämmung der Heizungsrohre kann man bis zu 80 % des Verlustes auffangen.
Aber nicht nur durch den Einsatz von verbesserten Heizungsanlagen oder solchen, die mit erneuerbarer Energie arbeiten, lassen sich Kosten sparen. Auch das individuelle Verhalten beeinflusst die entstehenden Kosten erheblich. So kann man durch Berücksichtigung einiger Punkte Heiz- und Warmwasserkosten senken.
- Es ist beispielsweise nicht erforderlich, in allen Räumen die gleiche Temperatur zu haben. Für Schlafzimmer oder seltener genutzte Räume ist eine Raumtemperatur von 18° ausreichend. Wohn- und Kinderzimmer benötigen etwa 21°C.
- Die Raumtemperatur sollte nachts oder bei Abwesenheit (z.B. Urlaub) abgesenkt werden. Schaltet man die Heizung allerdings ganz aus, kühlen die Räume zu sehr aus und können nur unter hohem Energieaufwand wieder aufgeheizt werden.
- Um feuchte oder verbrauchte Luft auszutauschen, ist ein regelmäßiges Lüften unerlässlich. Je nach Witterung werden bei der so genannten Stoßlüftung etwa 3 oder 4 mal täglich die Fenster für bis zu 15 Minuten weit geöffnet, im Winter für 5 Minuten. Bleibt ein Fenster in Dauer-Kippstellung, ist der Wärmeverlust verglichen mit der Stoßlüftung erheblich höher und der Luftaustausch erfolgt nur begrenzt.
- Stehen Rollläden, Vorhänge oder Ähnliches zur Verfügung, sollte man diese nachts schließen. Sie halten nicht nur Kälte und Zugluft zurück, sondern verhindern auch das schnelle Entweichen der Wärme.
- Durch die konsequente Absenkung der Raumtemperatur um 1°C lässt sich eine Heizersparnis von 6 % erzielen.
Der Wärmebedarf von Neubauten ist seit Einführung des Niedrigenergie-Standards stark zurückgegangen. So liegt der Bedarf bei etwa 30 bis 60 kWh/m² Wohnfläche jährlich.
Moderne Verfahren wie Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung rechnen sich auf Dauer, denn sie sorgen für die erforderliche Lüftung, bei der sie bis zu 90% der Wärmeenergie zurückhalten.
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