Rasen pflegen und vertikutieren

Die Kraft der ersten Sonnenstrahlen im Frühling, lässt die ersten Rasengräser sprießen. Jetzt wird es nach den langen Wintermonaten wieder Zeit sich mit der Rasenpflege zu beschäftigen, damit unser Rasen den ganzen Sommer über grün und gesund aussieht.

Rasen - im Frühling

Der Rasen ist oft nach den langen Wintermonaten durchsetzt mit vielen abgestorbenen Pflanzenteilen, Moos und Blättern. Durch Vertikutieren bekommt er, noch bevor die Vegetationsperiode richtig beginnt, den idealen Wachstumsimpuls. Das Entfernen des schädlichen Rasenfilzes und kümmerlicher Gräser verhindert Bodennässe und fördert den Luftaustausch im Boden. Die gute Belüftung hemmt Moose und Schadpilze. Gleichzeitig werden die Nährstoffreserven des Bodens aktiviert. Bleibt der Rasenfilz erhalten, bindet er viel Wasser und Nährstoffe. Diese fehlen für die Versorgung der Gräser.

Warten Sie mit dem Vertikutieren, bis der Boden gut abgetrocknet ist, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Ist der Boden noch zu nass, werden zu viele Grasbüschel herausgerissen. Nach der Maßnahme sieht der Rasen oft lädiert aus. Doch keine Sorge, kleinere Lücken schließen sich schnell. Sind nur noch gesunde Gräser vorhanden, breiten sich diese umso schneller wieder aus.

Vertikutierer sollten so eingestellt sein, dass der Boden nicht verletzt, die Grasnarbe nicht geschädigt und Messer und Motor des Gerätes geschont werden. Die Rasen-flächen werden lückenlos und in einer Richtung bearbeitet.

Je nach Bodenart und Nutzung sehen manche Flächen auch ohne Düngung sehr gut aus. Der vorhandene Nährstoffvorrat reicht ihnen völlig aus. Ein mit Humus versorgter, lebendiger und nicht verdichteter Boden ist die beste Grundlage für einen gesunden und vitalen Rasen. Ist man sich nicht sicher, wie es um seinen Rasen bestellt ist, empfiehlt es sich, eine Bodenprobe zu ziehen. Stellt man fest, dass die Werte zu niedrig sind, kann man gezielt düngen. Verwenden Sie dazu möglichst einen Langzeitdünger mit dem Verhältnis N:P:K = 3:1:2,5. Um den Dünger optimal auszubringen, ist ein Düngewagen hilfreich, der in Gartenfachmärkten ausgeliehen werden kann. Es wird genau eingestellt, wie viel Gramm pro Quadratmeter ausgebracht wer-den. Die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligem Dünger und steht auf der Verpackungsrückseite. Halten Sie sich unbedingt an diese Dosierungen, denn Überdüngung schadet dem Rasen ebenso wie der Umwelt und Ihrem Geldbeutel. Die Düngung selbst erfolgt an trüben und regnerischen Tagen. Dadurch werden Verbrennungen vermieden und der Dünger gelangt mit dem Wasser direkt an die Wurzeln.

Die Schnitthäufigkeit hängt ab von Rasenart, Gräsermischung, Nutzung und Entwicklung und kann daher variieren. Je besser die Wachstumsbedingungen, wie Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung, desto häufiger muss geschnitten werden. Schnitthöhe und Häufigkeit wirken sich auf Vitalität und Strapazierfähigkeit aus. Die Schnitthöhe beim klassischen Zierrasen beträgt 20 - 30 mm. Wird die Rasenfläche sportlich genutzt, ist eine Schnitthöhe von 30 - 45 mm sinnvoll. Lassen Sie den Rasen nur ca. doppelt so hoch wachsen bis zum nächsten Schnitt. Falls Sie länger warten, verkahlt der Rasenteppich mittelfristig. Wer selten und zu tief mäht, begünstigt durch die Kahlstellen die Moosbildung und Verunkrautung.


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Eingestellt: 17.05. 2008
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