Kanarische Dattelpalme
Auf Balkon und Terrasse ist ein neuer Trend zu erkennen: Immer mehr Hobbygärtner finden Gefallen an den aus dem Urlaub bekannten Palmen zur Gestaltung ihres kleinen Reiches.
Jeder kennt sie aus den Urlaubsgebieten in aller Welt und nicht nur von den Kanarischen Inseln: Die weit verbreitete, dort heimische Palmenart "Kanarische Dattelpalme" ist robust und daher für Garten und Terrasse gut geeignet. Die Früchte sind leider nicht essbar - so wie dies bei der verwandten Dattelpalme der Fall ist.
Die Kanarische Dattelpalme sollte in einem ausreichend großen Kübel gepflanzt werden, wobei die Pflanze keine besonderen Ansprüche an die Pflanzerde stellt. Am besten mischen Sie sich die Pflanzerde selbst zusammen. Pflanzerde mit einem hohen Anteil (ca. 40 %) an verschiedenen mineralischen Bestandteilen (Ton, Lehm, Sand, Tuffe, vulkanische Bestandteile, Blähton) haben sich hier bewährt.
Natürlich ist die Kanarische Dattelpalme eine Sonnenanbeterin und benötigt von daher einen sonnigen Standort.
Während der Sommermonate von Mai bis September benötigt die Pflanze sehr viel Wasser, damit die Krone nicht verkommt. Trotzdem nimmt die Palme es Ihnen aber nicht übel, wenn sie mal einen Tag ohne genügend Wasser auskommen muss.
Der Nährstoffanspruch ist gering. Die Konzentration für die flüssige Nachdüngung liegt für gut eingewurzelte Pflanzen bei 1 g handelsüblichem Volldünger in fester oder flüssiger Form pro Liter Wasser. Sie müssen Ihre Pflanze einmal pro Woche mit der Düngelösung in der angegebenen Konzentration reichlich gießen, bis das Wasser unten aus dem Topf herauszulaufen beginnt. Die zu gebende Menge der Düngelösung hängt somit neben der Jahreszeit auch von der Topfgröße ab.
Bequemer ist natürlich eine Düngung mit einem Langzeitdünger. Der Langzeitdünger wird im Mai auf die Erde aufgestreut und ca. 1 bis 2 cm tief eingearbeitet. Man rechnet mit 2 g Langzeitdünger pro Liter Kübelinhalt. Bitte genau berechnen und abwiegen.
Überwinterung der "Kanarischen Dattelpalme":
Die Art hält einige Temperaturschwankungen aus; am besten ist es, sie bei 2 bis 10 °C zu überwintern. Größere Pflanzen halten aber gelegentlich auch leichten Frost aus. Da beim Transport ins Winterquartier die Palmzweige doch ganz schön sperrig sind, wickele ich die Palmzweige mit Klarsichtfolie von unten nach oben ein und binde so die Krone zusammen. Man pickt sich nicht und die Palme passt dann wieder durch eine normale Türöffnung. Im Winterquartier sollte die Palme nicht gegossen werden - es wird lediglich dafür gesorgt, dass die Palme nicht austrocknet.
Umtopfen der Palme:
Je nach Durchwurzelung ist nach 1 bis 2 Jahren im Frühjahr umzutopfen. Dabei soll das Gefäß etwas größer gewählt werden. Irgendwann stehen Sie natürlich vor dem Problem, dass Sie die Pflanze nicht mehr ins Winterquartier schaffen können. Es gibt mittlerweile einige interessante Systeme, mit denen Sie die Pflanze im Winter schützen können. Das ist zwar etwas a ufwändig und nicht ganz billig, aber so ist das halt, wenn man etwas Besonderes haben möchte. Ich habe schon viele Jahre Freude an meiner Dattelpalme.
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