Gartenhortensien - Bauernhortensien
Einige Hortensiensorten entfalten ihre Blüten im Hochsommer, ihre großen Blütenbälle und -rispen verbreiten einen nostalgischen Charme und erfreuen den Blumenfreund mit ihrer üppigen Pracht in einer Zeit, in der sonst nur noch wenige Sträucher blühen. Dieser Beitrag einige Tipps um Sie bei der Pflanzenauswahl und Pflege zu unterstützen.
Besonders beliebt sind die Bauernhortensien. Die buschigen Sträucher bilden je nach Sorte etwa 1 bis 2 m hohe kugelförmige Büsche. Sie sind für kleinere Gärten und Kübel ideal. Ende April werden die vorgetriebenen Pflanzen traditionell angeboten. Werden sie nicht als Kübelpflanzen im Winter hereingeholt, besteht die Gefahr von starkem Zurückfrieren.
Ein geschützter Standort und ein ausreichender Winterschutz können trotzdem zum Erfolg führen.
Unter der Schutzmarke "Hovaria" gibt es einige außergewöhnliche Sorten, die über einen längeren Zeitraum attraktiv sind. Nach dem Verblühen fallen die farbgebenden Hochblätter, welche jeweils zu viert eine kleine Blüte tragen, nicht ab. Sie färben sich zunächst grün, um später eine rötliche Herbstfärbung anzunehmen.

blaublühende Hortensie
Die Bauernhortensien lieben einen humosen, durchlässigen und gleichmäßig feuchten Boden in halbschattiger Lage. Wie ihr Name schon verrät (Hydrangea), benötigen sie sehr viel Wasser. Deshalb sind für Kübelhortensien besonders häufige Wassergaben vonnöten. Eine Überraschung hält die Hortensie für diejenigen bereit, die eine blaublühende Pflanze erworben haben, - im nächsten Jahr blüht sie rosa! Das Rätsel ist schnell gelöst, denn die blaue Farbe der Hortensienhochblätter entsteht unter Mitwirkung von Aluminiumsalzen. Diese können aber nur bei einem pH-Wert zwischen 4 - 5 und mäßigen Phosphatgehalten im Boden aufgenommen werden. Beim Gärtner werden die Pflanzen einer entsprechenden Behandlung unterzogen, so dass die Blüten ein kräftiges Blau annehmen. Im normalen Gartenboden (meist pH-Wert 6 bis 8) ausgepflanzt, verändert sich die Farbe dann in den kommenden Jahren von Blau nach Rot. Es kann sogar vorkommen, dass eine Pflanze beide Farben in sich vereint. Mittlerweile stehen dem Freizeitgärtner spezielle „Hortensiendünger“ zur Blaufärbung zur Verfügung. Diese sind jedoch nur dann optimal wirksam, wenn der pH-Wert des Bodens niedrig ist. Deshalb sollte auch nicht mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden.
Bauernhortensien dürfen nicht radikal geschnitten werden. Im Herbst werden nur die Blütenreste abgeschnitten. Die jungen Triebe lässt man in Ruhe, sie bringen die Blütenbälle für die nächste Saison hervor.
Unproblematischer sind meist die Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens) und die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata). Sie vertragen im Frühjahr einen Rückschnitt à la Sommerflieder. Das bedeutet: Alle Triebe bis auf wenige Augen zurückschneiden. Die zirka 3 m hohen Sträucher sind auch mit einem weniger feuchten Standort zufrieden. Allerdings gibt es sie nur in diversen Weißnuancen. Für die Vase werden vollausgereifte Blüten im Herbst geschnitten, die getrocknet monatelang haltbar sind.