Bedenken gegen Energiesparlampen?
Hohe Kosten für Strom führen dazu, dass immer mehr Haushalte Energiesparlampen verwenden oder dazu bereit sind. Im Verhältnis zu den herkömmlichen Glühbirnen lässt sich dadurch nämlich im Jahr, ausgegangen von einer Brenndauer von 10.000 Stunden bei einer Leistung von 11 Watt, trotz der relativ hohen Anschaffungskosten etwa 100 Euro einsparen. Auch ist die Stromausbeute wesentlich höher. Während die alte Glühbirne lediglich 5 Prozent des benötigten Stroms in Licht umsetzt und den Rest als Wärme wieder abgibt, schafft die Energiesparlampe 25 Prozent Ausnutzung und ist somit 5mal effizienter.
Trotz dieser handfesten ökonomischen und ökologischen Argumente haben viele Haushalte Vorurteile, denn so manche Fehlinformation führt dazu, dass auf ihren Einsatz verzichtet wird.
So ist es zwar richtig, dass Energiesparlampen in der Anschaffung mit etwa 5 bis 25 Euro relativ teuer sind im Verhältnis zu den Preisen für herkömmliche Glühbirnen, doch dabei wurden Lebensdauer und Leistungsaufnahme nicht berücksichtigt. Um die gleiche „Einsatzdauer“ mit Glühlampen zu erzielen wie sie eine Energiesparlampe hat, müsste man mindestens 8 Glühbirnen kaufen. Der weitere finanzielle Vorteil liegt bei den geringeren Stromkosten, wobei die steigenden Preise noch nicht einmal berücksichtigt sind.
Dass häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer verringert, ist falsch. Deshalb solle man die Lampen besser brennen lassen, anstatt sie bei kurzer Abwesenheit auszuschalten - auch falsch. Vielmehr ist es so, dass hochwertige Leuchtstoff- und Energiesparlampen ein elektronisches Vorschaltgerät und eine Vorheizfunktion haben. Etwa eine Sekunde nach dem Anschalten starten sie dann flackerfrei. Grundsätzlich besitzen sie eine hohe Schaltfestigkeit und auch durch vermehrtes Ein-/Ausschalten wird die Lebensdauer (etwa 15.000 Stunden) nicht beeinträchtigt. Die „gute“ alte Glühbirne hat bereits nach circa 1.000 Stunden ausgedient.
Schließlich ist es auch nicht billiger und deshalb falsch, die Lampen bei Abwesenheit brennen zu lassen, weil das Wieder-Anschalten zuviel Energie kostet. Es ist zwar korrekt, dass bei Inbetriebnahme etwa 10- bis 20mal soviel Energie benötigt wird - doch das nur für zwei Zehntel Sekunden, also kaum messbar und daher kein Argument für ein Brennenlassen.
Es wird häufig behauptet, dass Leuchtstofflampen flimmern. Diese Aussage ist nicht mehr richtig, denn moderne Leuchten besitzen elektronische Vorschaltgeräte, welche das Gas in der Röhre mit einer Frequenz von 40.000 Hz zum Leuchten bringen. Vom menschlichen Auge können jedoch nur Schwingungen bis 60 Hz wahrgenommen werden. Die Zeiten alter Röhren oder auch Fernsehgeräte mit einer Frequenz von 50 Hertz sind längst vorbei!
Viele Menschen stören sich am angeblich kalten und matten Licht von Energiesparlampen. Ihnen sei gesagt, dass der Handel inzwischen nicht nur viele unterschiedliche Größen und Formen an Energiesparlampen anbieten kann, sondern auch unterschiedliche Lichtfarben und Lichtspektren bereithält, so dass sie sich nicht mehr vom Glühlampenlicht unterscheiden.