Mein Partner trinkt Alkohol

Die Frage, was man tun kann, wenn ein Partner oder Angehöriger zu viel Alkohol trinkt, ist leider sehr oft zu hören. Viele Angehörige wissen damit nicht umzugehen und es kommt oft zum Streit, weil es keine gemeinsame Basis gibt. Der trinkende Partner sieht das Problem nicht und der nichttrinkende Partner fühlt sich im Leben eingeschränkt und weiß sich nicht zu helfen.

Alkoholkonsum

Alkoholkonsum – belastet eine Beziehung

Eine Partnerschaft, Beziehung oder Ehe sollte aber immer auf Gemeinsamkeiten beruhen. Wenn der überhöhte Alkoholkonsum eines Partners die Schwelle zu einer eventuellen Alkoholabhängigkeit überschritten hat, kann eine Veränderungen nur dann eintreten, wenn der eigene Wunsch zum Leben ohne Alkohol vorhanden ist, also aus der eigenen Motivation heraus, Lebensveränderungen gewollt sind. Die Einsicht eines alkoholkranken Menschen in die eigene Alkoholkrankheit ist fast eine Voraussetzung für den Erfolg zur Nüchternheit. Äußerer Druck des anderen Partners kann zwar unterstützend wirken, aber eine auf Druck oder Zwang erreichte Nüchternheit hat wohl wenig Chancen auf eine stabile und zufriedene Abstinenz.

Der Verzicht, der dann meist noch in den Gedanken vorhanden ist, weil man ja selbst nicht wirklich mit dem Alkoholkonsum aufhören wollte, wird eine zufriedene Nüchternheit verhindern. Hinzu kommt, wenn der Druck weg ist, weil zum Beispiel die Partnerschaft aus anderen Gründen doch beendet wird, wird der Verzicht wohl oft wider zum Alkoholkonsum führen.

Angehörige können sich aber selbst helfen, um wieder für sich, unabhängig von den Veränderungen des trinkenden Partners, ein zufriedenes Leben zu erreichen.
Dabei geht es, wie bei dem möglichen Alkoholiker, darum sich selbst einzugestehen, dass sie keinen anderen Menschen helfen können, der keine Hilfe will. Oft reagieren ja Partner so, dass sie versuchen, den Alkoholismus des Partners zu verstecken und zu verheimlichen, weil sie schuldig führen. Diese Schuld ist aber völlig unbegründet, keiner kann etwas für eine Abholkrankheit eines anderen Menschen.
Wenn die erfolglosen Hilfsversuche soweit gehen, dass das eigene Leben vergessen und geopfert wird, kann eine sogenannte Coabhängigkeit bestehen, wo es dann darum geht, sich aus dieser Coabhängigkeit zu befreien.

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