Trennungen senken die Lebenserwartung
Trennungen - wie Scheidungen - , die emotional sehr belastend sind, verringern die Lebenserwartung bei Männern um 9,3 Jahre und bei Frauen sogar um 9,8 Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels in Deutschland. Als Referenzpersonen für die Studie dienten verheiratete Menschen, die Nichtraucher sind, nur gelegentlich und in moderaten Mengen Alkohol trinken, einen allgemein guten Gesundheitszustand aufweisen, beruflich als Angestellte tätig sind und über die Hochschulreife verfügen. Bei den beteiligten Frauen der Studie, die keine Kinder zur Welt gebracht haben, sinkt laut den Forschern die Lebenserwartung nochmals um 3,2 Jahre gegenüber den Frauen, die zwei Kinder geboren haben.
Eine Trennung ist belastend
Scheidungen haben der Rostocker Studie zu Folge fast ähnlich negative gesundheitliche Folgen wie das Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum. Zu vergleichbaren Ergebnissen kommt auch die Forschergruppe der Soziologin Linda Waite von der University of Chicago. Das Team wertete die Daten von 8652 Menschen aus der Altersgruppe der 51 - 61- jährigen aus. Ihr Ergebnis: Personen mit einer geschiedenen Ehe oder getrennten Personen ehemaliger Ehe- ähnlicher Gemeinschaften erkranken bis zu zwanzig Prozent häufiger an chronischen Leiden wie beispielsweise Krebs. Diese Quote sinkt bei Menschen, die wieder neu heiraten oder sich dauerhaft liieren, auf zwölf Prozent. Die schädigenden Folgen einer Trennung sind also nicht vollständig reversibel. Dauerhaft verheiratete Personen weisen hingegen bei chronischen Beschwerden ein ähnliches Krankheitsmuster wie Menschen auf, die sich in ihrem Leben für ein generelles Single Dasein entschieden haben. Obwohl Personen, die sich aus nicht zufriedenstellenden Beziehungen befreit haben, nach der Überwindung von Liebeskummer und Trauer in der Regel glücklicher und weniger Depressiv sind als in der voraus gegangenen Partnerschaft, scheinen diese Umstände keine bedeutsamen positiven Auswirkungen auf chronische Erkrankungen zu haben.
Die Soziologin Waite sieht eine der wesentlichen Ursachen für die offenbar schlechtere gesundheitliche Konstitution von getrennten Paaren darin begründet, dass Ex-Partner für sich allein meist sehr stressigen finanziellen Situationen entgegen sehen. Frauen müssen sich häufig erst einmal Sorgen um ausreichendes eigenes Einkommen machen, Männer werden oft mit Unterhaltszahlungen konfrontiert, die sie selber an den Rand der Armutsgrenze treiben. Auch die Auseinandersetzung um die Erziehungsberechtigung und das Umgangsrecht bei gemeinsamen Kindern haben meist sehr hohes Dauerstress- Potential. Die verschlechterte persönliche Situation der getrennten Partner zieht letztlich nicht selten auch noch eine für die Gesundheit eher negative Veränderung des eigenen Lebenswandels mit sich.
Weitere Artikel in der Rubrik Gesundheit
- 1: Medikamenteneinnahme was ist zu beachten?
- 2: Nahrungsmittelallergie
- 3: Stabile Hautflora - Abwehrorgan Haut
- 4: Omega-3 Fettsäuren und Omega-6 Fettsäuren
- 5: Natürlicher Wirkstoff - Nachtkerzenöl
- 6: Mein Partner trinkt Alkohol
- 7: Zahnweiss - Die Zähne erfolgreich bleichen
- 8: Zahnbleaching: Ablauf eines Bleachings beim Zahnarzt
- 9: Kinotakara Baumessigpflaster: Gesünder dank Kinotakara
- 10: Darmreinigung: Wie Sie ganz einfach Ihren Darm reinigen können
- 11: Zähne putzen aber richtig
- 12: Home Bleaching - Eine gute Idee?