Narbenkorrektur - Narbenbehandlung
Nicht nur nach Operationen, sondern auch nach Verletzungen oder anderen Unfällen wie Verbrennungen bleiben häufig sichtbare Narben zurück. Von den individuellen Voraussetzungen und der Art der Verletzung hängt das Aussehen der Narbe ab, welches bei Operationen durch entsprechende Schnitt- und Nahttechniken positiv beeinflusst werden kann. Man geht davon aus, dass saubere und glatte Wundränder erheblich besser heilen als stumpfe, ggf. sogar gezackte oder gequetschte Wundränder, wie sie oft bei stumpfen Verletzungen entstehen. Einfluss nehmen natürlich auch Faktoren wie die Tiefe der Wunde, die Blutversorgung des Wundgebietes, die Dicke und Farbe der Haut der Patienten sowie der Verlauf der Narbe im Verhältnis zu den Faltlinien der Haut.
Natürlich lassen sich Narben nicht ganz entfernen, aber qualifizierten Plastischen Chirurgen ist es möglich, sie zu verbessern oder zu verstecken. Mit Hilfe von speziellen Medikamenten sowie durch anerkannte Operationstechniken ist häufig eine Narbenkorrektur mit zufrieden stellendem Ergebnis möglich.
Der die Operation durchführende Arzt sollte über eine gute Ausbildung sowie Erfahrung in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie verfügen, um auch die für den jeweiligen Fall beste Operationstechnik auszuwählen. Hilfe bei der Auswahl eines Arztes erhält man durch Anfragen in spezialisierten Klinken oder auch bei den Krankenkassen.
Hat man den Arzt seines Vertrauens gefunden, erhält man von diesem zunächst eine gründliche Information über den geplanten Eingriff sowie dessen Risiken. Nach dieser Vorbesprechung und einer Einverständniserklärung des Patienten wird die Operation meist unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt. Hierfür gibt es entsprechende Kliniken, Tageskliniken oder speziell eingerichtete Plastisch-Chirurgische Praxen. Lediglich größere Eingriffe erfordern einen stationären Aufenthalt von wenigen Tagen, so dass die postoperative Überwachung durch geschultes Personal möglich ist.
Sehr häufig vorkommend sind so genannte Keloide, ein übermäßig wucherndes und juckendes Narbengewerbe, welches meist rötlich oder dunkler als die Hautumgebung ist. Dunkelhäutige Personen leiden häufiger darunter, bei ihnen sind besonders Schultern, oberer Brustbereich oder Ohren betroffen. Eine Behandlung erfolgt meist in Form von regelmäßigen Kortikosteroid-Injektionen, wonach die Beschwerden wie Juckreiz und Rötung deutlich zurückgehen.
Hypertrophe Narben sehen ähnlich aus, wuchern jedoch nicht über die ursprünglichen Wundgrenzen hinaus. Sie werden ebenfalls mit Kortikosteroiden behandelt, wobei der Behandlungszeitraum durchaus ein Jahr betragen kann. Anderenfalls ist hier auch eine operative Entfernung des Narbengewebes möglich, wobei anschließend und über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren eine Kortikosteroidbehandlung verbeugend zu empfehlen ist.
Für die Narbenkorrektur im Gesichtsbereich, bei denen es sich nicht unbedingt um hypertrophe Narben handeln muss, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. So kann eine quer zu den natürlichen Hautlinien verlaufende Narbe entlang der Spannungslinie durch eine Z-Plastik verlagert werden. Eine andere Variante ist das Entfernen der obersten Hautschichten durch ein spezielles, hochfrequentes Schleifgerät. Bei dieser Dermabrasion genannten Methode wird die Hautoberfläche egalisiert, wodurch allerdings die Narbe nicht vollkommen unsichtbar wird.
Liegt ein Gewebeverlust mit Zusammenziehen der Haut - beispielsweise durch Verbrennung - vor, spricht man von einer Kontraktur. Hier ist eine operative Behandlung erforderlich, bei der ggf. eine Hautlappenplastik oder ein Hauttransplantat verwendet wird. Zusätzlich können Hautdehnungstechniken eingesetzt werden wie zum Beispiel ein implantierbarer Expander.
Narbenkorrekturen können, falls es erforderlich ist, wiederholt werden. Manche Korrekturen erfolgen sogar zweckmäßigerweise in mehreren Schritten. Die Kosten hierfür werden bei Narben als Folge von Verletzungen oder Erkrankungen meist ganz von der Krankenversicherung übernommen. Hier ist eine vorherige Klärung sinnvoll. Teilweise übernehmen Unfallversicherungen Kosten für kosmetische Operationen bis zu einer bestimmten Höhe.
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