Fettabsaugung
in großer Teil der Bevölkerung kennt sie - hartnäckige, überschüssige Fettablagerungen. Deshalb ist die Absaugung von Unterhautfettgewebe, die so genannte Liposuktion, durchaus für viele Menschen eine mögliche Methode, diese Fettablagerungen wieder los zu werden. Häufig wurden schon Diäten oder auch gezielte Gymnastik ausprobiert, um diese direkt unter der Haut an Oberarmen, im Gesichts- und Halsbereich, an den Hüften oder Gesäß, Bauch oder Oberschenkeln sitzenden Fettpölsterchen los zu werden.
Die wenigsten Menschen haben von Natur aus eine straffe, gut in den Konturen definierte Figur. Häufig wird versucht, durch kontrolliertes Essen und Diät, aber auch durch Sport eine gute Figur zu bekommen oder zu bewahren. Damit verbessert man sicherlich Haltung und Beweglichkeit, jedoch lassen sich die zuvor beschriebenen Fettpolster damit nicht beseitigen.
Gründe für eine Fettabsaugung
Die Gründe, die für eine Aspirationslipektomie (Fettabsaugung) sprechen, sind sehr unterschiedlich. Sicherlich steht dabei der persönliche Wunsch nach Veränderung an erster Stelle, aber auch berufliche oder private Gründe können ausschlaggebend sein. Auf jeden Fall sollte man genau abwägen, welche Problemstellen behandelt werden sollen, ggf. anhand einer Fotografie. Bei einer ausführlichen Beratung durch den behandelnden Arzt sollte man sich umfassend informieren, welche Komplikationen und Risiken ein solcher Eingriff mit sich bringt. Generell kann man jedoch sagen, dass diese Operation ein relativ niedriges Risiko birgt, jedoch die Dauer und der Umfang von Schwellungen und Blutergüssen nicht vorab zu ermessen ist. Es können außerdem Infektionen auftreten, welche aber nicht zwangsläufig Einfluss auf das Operationsergebnis haben.
Bei Rauchern, Zuckerkranken oder Patienten mit Blutgerinnungsstörungen ist die Heilung meist langwieriger. Auch kann aufgrund einer Durchtrennung feinster Hautnerven vorübergehend ein Taubheitsgefühl im Operationsfeld auftreten, jedoch nimmt dies normalerweise während des Heilungsprozesses ab und die Sensibilität kehrt in vollem Umfang zurück.
Maßnahmen nach der Fettabsaugung
Nach dem Eingriff müssen verschiedene Maßnahmen beachtet werden. So können Schwellungen durch Eisbeutel gelindert werden. Die verordneten Medikamente sind streng nach Anweisung zu nehmen. Ebenso müssen eng anliegende elastische Mieder unbedingt getragen werden, da sie die Schwellungen und Blutergüsse zurückgehen lassen und die Anpassung der Haut an die neuen Konturen fördern. Im Normalfall ist das Tragen der Kompressionskleidung etwa 1 ½ Monate erforderlich. Die üblichen Tätigkeiten können etwa zu diesem Zeitpunkt oder auch eher - je nach Belastung - wieder aufgenommen werden.
Nach dem Eingriff darf man relativ bald wieder aufstehen, schon um Venenthrombosen entgegen zu wirken. Meist muss man in den ersten Tagen nach der Operation eine Gewichtszunahme feststellen, die jedoch auf Schwellungs- flüssigkeit zurückzuführen ist und nach etwa einer Woche durch das Tragen der Kompressionskleidung wieder zurückgegangen ist.
Duschen ist erlaubt, allerdings dürfen die verpflasterten Nahtstellen nicht nass werden und Vollbäder sind zu unterlassen. Eine Liposuktion kann nach etwa einem Jahr wiederholt werden, falls dies erforderlich sein sollte. Die Kosten für einen solchen Eingriff übernehmen Krankenversicherungen nur bei eindeutiger funktioneller Beeinträchtigung, falls die Aussichten auf eine Besserung gut sind.
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