Bruststraffung (Mastopexie)
Mit zunehmendem Lebensalter verliert die Haut an Elastizität - dies und der Einfluss der Schwerkraft verändern im Laufe des Lebens die Form und Festigkeit der weiblichen Brust auf natürliche Art. Oft kommen noch Faktoren wie Schwangerschaft und Stillen sowie Gewichtsschwankungen hinzu. Eine infolge dieser Umstände hängende Brust stellt sicherlich keine Krankheit dar, jedoch kann dies für die Frau zu einem psychischen Problem werden, denn viele Frauen identifizieren ihre Weiblichkeit über äußerliche Merkmale und besonders die Brust.
Hier kann eine Bruststraffung hilfreich sein, denn sie korrigiert das Verhältnis zwischen innerem Drüsen- sowie Fettgewebe und dem Hautmantel. Dazu wird überschüssige Haut entfernt und der Brust entsprechend dem Patientinnenwunsch eine neue Form verliehen. Wenn erforderlich oder gewünscht, kann durch Implantate das Volumen früherer Jahre wieder erreicht werden.
Je nach Ausmaß des Eingriffes kommen für eine Bruststraffung unterschiedliche Techniken zur Anwendung. Diese sind von Gegebenheiten wie Hautbeschaffenheit, Form und Größe der Brust, aber auch den Wünschen der Patientin abhängig. Bei der Mastopexie, wie die Bruststraffung auch genannt wird, werden die erschlafften und hängenden Brüste angehoben und neu geformt. Auch tief stehende Brustwarzen werden in eine höhere Position gebracht. Falls erforderlich, kann auch eine Ungleichheit beider Brüste ausgeglichen werden.
Vor dem geplanten Eingriff sollte eine Mammographie zum Ausschluss von Knoten in der Brust durchgeführt werden, wenn sowohl Alter als auch familiäres Risiko dazu Anhaltspunkte geben. Hormonhaltige Medikamente sollten abgesetzt und acetylsalicylsäurehaltige vermieden werden. Die Operation selbst erfordert einen kurzen Klinikaufenthalt von 1 bis 2 Tagen, kann jedoch auch ambulant durchgeführt werden. Überwiegend wird die Bruststraffung in Vollnarkose durchgeführt, jedoch ist vereinzelt auch eine lokale Betäubung möglich.
Die Operationsdauer beträgt meist zwischen 1,5 bis 3,5 Stunden.
Wie bereits erwähnt, kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, wobei vorwiegend die Neuformung des erschlafften Gewebes mit einer Verlagerung der Brustwarze nach oben sowie deren eventuelle Verkleinerung vorgenommen werden. Sollte es weiterhin zu einem Implantateinsatz kommen, kann es ohne weitere Hautschnitte in eine Tasche auf oder unterhalb der Brustmuskulatur positioniert werden.
Bei der Schnittführung kommt es zu unterschiedlichen Narben, die entweder kreisförmig um die Brustwarze oder um dieselbe und senkrecht nach unten verlaufen, aber auch um die Brustwarze, senkrecht nach unten und zur Seite. Ist die Brust sehr stark erschlafft, wird um die Brustwarze und umgekehrt T-förmig beschnitten. Vor der Operation werden der Schnittverlauf sowie die neue Position der Brustwarzen im Stehen oder Sitzen auf die Haut skizziert. Überwiegend verlaufen die Narben in unauffälligen Bereichen. Sind nun während des Eingriffs die Hautschnitte gesetzt, werden die Brustdrüsen - ggf. wird überschüssiges Drüsengewebe entfernt - neu geformt und die Brustwarzen in die gewünschte Position gebracht und eingenäht. Nun wird unterhalb der Brust der schraffierte Hautanteil entfernt, die neue Brust geformt und die Haut zusammengebracht. Kleine Drainagen gewährleisten den Abfluss von Wundflüssigkeit nach der Operation. Zum Operationsabschluss erfolgt das Anlegen eines Verbandes oder BHs, welche die postoperativen Schwellungen positiv beeinflussen. Er sollte etwa 3 Wochen lang getragen werden, damit die Schnittwunden optimal verheilen.
Eine Bruststraffung ist mit relativ niedrigen Risiken verbunden, jedoch handelt es sich um keinen einfachen Eingriff. Nach der Operation treten Schwellungen und Blutergüsse auf, Infektionen oder Wundheilungsstörungen sind recht selten. Sollte es zu einer Taubheit im Operationsgebiet oder der Brustwarze kommen, ist dies fast immer vorübergehend und beruht auf der Durchtrennung feiner Hautnerven. Schmerzen sind nach dem Eingriff normal und können durch entsprechende Medikamente ausgeschaltet werden.
Nach etwa drei bis sechs Monaten lässt sich das Endergebnis der Bruststraffung ersehen. Die anfangs noch roten und vielleicht wulstigen Narben verblassen mit der Zeit und werden schmaler. In Ausnahmefällen kann eine Narbenkorrektur nach 6 bis 12 Monaten das Operationsergebnis noch verbessern.
Eine Mastopexie lässt sich nach einigen Jahren wiederholen, falls der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und Schwerkraft sich wiederum auf die Form der Brüste ausgewirkt haben. Die Kosten jedoch übernehmen die Krankenkassen nicht, da es sich normalerweise um einen Eingriff zur Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes handelt.
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