Omega-3 Fettsäuren und Omega-6 Fettsäuren
Die zu den ungesättigten Fettsäuren gehörenden Omega-3 Fettsäuren finden sich in Pflanzenölen und in relevanten Mengen vor allem im Fischöl. Besonders fette Fische enthalten eine Menge dieser gesunden Fettsäuren. Da der menschliche Körper sie nicht selbst herstellen kann, zählt man Omega-3 Fettsäuren zu den essentiellen Fettsäuren. Sie stellen einen wesentlichen Bestandteil einer gesunden Ernährung dar, deshalb sollte mindestens zwei bis dreimal pro Woche eine Fischmahlzeit auf den Tisch kommen. Reich an Omega-3 Fettsäuren sind beispielsweise Thunfisch, Hering, Makrele oder Lachs.
Omega-3 Fettsäuren besitzen eine umfangreiche Palette an positiven Wirkungen für die Gesundheit. Sie senken den Blutdruck, verbessern die Durchblutung , haben Einfluss auf das Immunsystem und hemmen Entzündungsreaktionen. Bei den Blutfetten senken sie vor allem die Triglyceride um bis zu 20-25%, erhöhen das so genannte ?gute? Cholesterin (HDL) und senken das ?schlechte? Cholesterin (LDL).
Low Density Lipoprotein (LDL) bringt Fette von der Leber in die Körperzellen, High Density Lipoprotein (HDL) transportiert Fette vom Körper wieder zurück zur Leber. Anzustreben sind also ein hoher HDL-Spiegel und ein niedriger LDL-Spiegel. Ist dies nicht der Fall und bestehen über lange Zeit schlechte Blutfettwerte, sind Gefäßverkalkungen, Bluthochdruck und in weiterer Konsequenz Herzinfarkt oder Schlaganfall die möglichen Folgen.
In diesem Zusammenhang nicht zu vergessen sind die Omega-6 Fettsäuren. Auch sie finden sich in vielen Pflanzenölen, besonders in Maiskeimöl oder Sonnenblumenöl. Diese Fettsäuren wirken gegensätzlich zu den Omega-3 Fettsäuren, denn sie fördern die Blutgerinnung und heizen Entzündungsreaktionen tendenziell eher an. Auch zeigen aktuelle Studien, dass diese Art der Fettsäuren möglicherweise Einfluss auf die Entstehung von Tumorgewebe haben könnten, vor allem im Bereich Brust, Bauchspeicheldrüse und Dickdarm.
Neben den absoluten Mengen der zugeführten Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren stellt laut neuesten Erkenntnissen vor allem auch ihr direktes Mengenverhältnis zueinander einen sehr wichtigen Faktor bezüglich der möglichen Wirkung im menschlichen Körper dar. So ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) das Verhältnis Omega-3 zu Omega-6 von 5:1 anzustreben.
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