Staatliche Förderungen für Immobilien-Eigennutzer

Bei der Finanzierung seines Eigenheimes sollte man nicht nur das Eigenkapital in die Gesamtrechnung mit einbeziehen. Zusätzlich können viele staatliche Förderungen genutzt werden, worüber sich allerdings nur die wenigsten, künftigen Eigenheimbesitzer im Klaren sind.

Zum einen kann man einen Grundstock an Eigenkapital durch das Bausparen legen. Dabei werden nicht nur garantierte Zinsen auf die eingezahlten Beträge gewährt, die bis zur Zuteilung des Bausparers garantiert sind. Auch der Darlehenszins für ein Bauspardarlehen wird bis zu dessen kompletter Abzahlung garantiert. Das bringt Sicherheit über Jahre hinweg. Weiterhin erhält man die Wohnungsbauprämie, die immer noch um die 45 Euro pro Jahr und Person ausmacht.

Legt man seine vom Arbeitgeber erhaltenen vermögenswirksamen Leistungen in einem Bausparvertrag an, kann man zusätzlich die Arbeitnehmersparzulage beantragen. Diese wird bei der Abgabe der Einkommenssteuererklärung mit beantragt. Daneben können auch Kinder und Jugendliche, sowie Rentner und Pensionäre das Bausparen nutzen. Denn die Wohnungsbauprämie wird bereits Jugendlichen ab 16 Jahren gewährt und die Einkommen von Rentnern und Pensionären liegen oft unterhalb der Einkommensgrenzen. Bei Jugendlichen wird das Einkommen der Eltern meistens ebenfalls nicht mit angerechnet.

Weiterhin kann man sich mit zinsgünstigen Krediten der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, zusätzliches Kapital beschaffen, das in den meisten Fällen deutlich günstiger erhältlich ist, als die Darlehen, die man von seiner Hausbank angeboten bekommt. Hierbei wird neben den besonders günstigen Zinsen auch eine Tilgungsfreiheit in der Anfangsphase gewährt. So können über ein solches KfW-Darlehen gut 30% der Gesamtsumme des Bauvorhabens gedeckt werden, maximal jedoch 100.000 Euro. Die Beantragung erfolgt meist über die Hausbank und setzt eine gewisse Bonität der Antragsteller voraus.

Außerdem können durch die KfW auch Modernisierungsmaßnahmen finanziert werden. Besonders förderungswürdig sind dabei Energie einsparende Sanierungsarbeiten, wie Solaranlagen u. ä. Bei Nutzung einer Solaranlage, die Strom produziert, erhält man für den ins Netz eingespeisten Strom zusätzliche Vergütungen, die ebenfalls staatlich festgelegt werden. Diese Förderung wird für 20 Jahre garantiert!

Weiterhin beteiligen sich die Kommunen und Bundesländer an den Kosten fürs Eigenheim bei kinderreichen Familien. Und als kinderreich gilt in Deutschland jede Familie, die nur drei Kinder und mehr hat. Dabei richten sich die Regelungen nach dem jeweiligen Bundesland.

So gibt es beispielsweise in Bayern Darlehen für Familien, die teils bis zu einer Dauer von 15 Jahren zinsfrei sind. Vergünstigte Kredite für Häuslebauer bietet Baden-Württemberg. In Niedersachsen findet man neben den vergünstigten Darlehen auch zinslose Darlehen und einen Bonus für Eigenheimbauer mit Kindern unter 16 Jahren. Dabei wird insbesondere der Kauf von Grundstücken gefördert, die von der Stadt veräußert werden müssen. Wer in Rheinland-Pfalz baut und dabei die geltenden Grenzen für den Bau eines Eigenheimes pro Quadratmeter nicht überschreitet, bestimmte Einkommensgrenzen nicht übersteigt oder einen Schwerbehinderten in der Familie hat, erhält ebenfalls vergünstigte Darlehen. Dabei werden aber nur neu errichtete Objekte gefördert.


Weitere Artikel in der Rubrik Finanzen

Artikel-Statistik

Eingestellt: 28.05. 2010
Zugriffe: 108
Anzahl Wörter: 525