Tagesgeld - Tagesgeldkonto eröffnen
Die Mehrzahl der Banken und Geldinstitute ist sehr an Kunden interessiert, die mit der Eröffnung eines Tagesgeldkontos liebäugeln. Dementsprechend ist dieses Ressort auch stark umkämpft und es findet ein harter Wettbewerb statt, der sich zugunsten des Kunden in guten Zinssätzen niederschlägt, manchmal sogar von Gutscheinen oder Geschenken begleitet wird.
Hiervon profitieren die Bestandskunden normalerweise jedoch nicht und sie dürfen auch nicht mit den werbewirksamen Zinsangeboten rechnen - ja, manchmal liegen sogar einige Prozentpunkte zwischen den Konditionen für Neu- und Bestandskunden. Letztere tun deshalb gut daran, einen auslaufenden Vertrag nicht automatisch zu verlängern. Entweder verhandeln sie mit ihrer Hausbank, oder sie vergleichen die ihnen eingeräumten Konditionen mit denen der Konkurrenz. Wichtig ist es, dabei auf die Kontinuität der Zinsanpassung zu achten. Der Zinssatz selbst bewegt sich meist zwischen zwei bis sogar sechs Prozent. Dennoch bedeutet dies für die Banken eine lukrative Angelegenheit, denn viele Kunden bleiben auch nach Vertragsende bei ihnen. Dann wird oft eine andere Anlageform gewählt. Räumt eine Bank mehr als vier Prozent (das ist die Höhe des Leitzinses der europäischen Zentralbank) ein, muss sie zwar die Differenz selbst tragen, doch werden mit dieser Methode oft neue Kunden gewonnen.
Aus vorgenannten Gründen ist klar ersichtlich, dass sich ein Vergleich der verschiedenen Tagesgeld-Anbieter lohnt. Einige knüpfen nämlich Bedingungen an die Gewährung des attraktiven Zinssatzes, beispielsweise die Einrichtung eines Girokontos oder Wertpapierdepots, oder sie limitieren die Höhe der Anlage bzw. begrenzen die Dauer, für die der günstige Zinssatz gewährt wird. Im Normalfall liegt die Anlagedauer bei 30, 60 oder 90 Tagen.
Für Kleinanleger, die eine sichere und dennoch kurzfristig wieder verfügbare Anlageform wünschen, empfiehlt sich das Tagesgeld besonders. Durch den so genannten Einlagensicherungsfonds ist ihr Geld nämlich bis zu einer bestimmten Höhe selbst bei einem Bankenkonkurs gesichert, und sofern die Bank dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehört, sogar fast unbegrenzt. Vorsicht ist bei ausländischen Banken mit Hauptsitz im Ausland geboten, denn dann haben die dortigen Bestimmungen Gültigkeit, sind aber meist ungünstiger.
Vorteilhaft ist das Tagesgeldkonto außerdem, wenn für vorhandene Geldmittel noch die optimale Anlageform gesucht wird. Dann nämlich kann das Tagesgeldkonto als Zins bringender „Parkplatz“ genutzt werden, bis man sich entschieden hat. Lediglich normale Kontoführung für alltägliche Vorgänge wie Überweisungen etc. ist hierüber nicht möglich, dazu benötigt man ein Referenzkonto, meist das Girokonto. Je nach Vertrag erfolgt die Zinsgutschrift monatlich, quartalsmäßig oder jährlich, wobei die monatliche Variante vorzuziehen ist. Übrigens werden die Zinsen mit der 30prozentigen Zinsabschlagssteuer belegt, falls kein entsprechender Freistellungsantrag besteht.