Investmentfonds – Anlageformen und Renditechancen

Nur wenige Personen besitzen genügend eigenes Geld, wenn sie ein größeres Investitionsvorhaben durchführen wollen. Deshalb wurden schon vor über 150 Jahren, zunächst in Großbritannien, Investmentfonds gegründet.

Hier können Anleger ihr Kapital einbringen, ohne dass von ihnen entsprechendes Fachwissen benötigt wird. Das Geld wird von den damit beauftragten Unternehmen in verschiedene Objekte als Sondervermögen eingebracht, im Gegenzug erhält man Anteilsscheine, auch Fondszertifikate genannt. Das in der Bundesrepublik Deutschland geltende Investmentgesetz beinhaltet, dass dieses Sondervermögen selbst bei einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht in die Insolvenzmasse fließt, sondern an den Anleger zurückgeht.

Zwischen den über 8.000 verschiedenen Investmentfonds in Deutschland gibt es natürlich Unterschiede hinsichtlich Anlageschwerpunkt und Rückgabe von Anteilen, und zwar als offener bzw. geschlossener Fonds. Auch bei der Ausschüttung oder Verwendung von Jahresüberschüssen gibt es Varianten, hier nämlich die ausschüttenden und die theasaurierenden Fonds.
Die bekanntesten und wichtigsten Fondsarten sind Rentenfonds, Aktienfonds und Immobilienfonds.

Möchte man eine langfristige Anlagestrategie verfolgen, gehört der Kauf von Anteilen an Investmentfonds dazu. Eine Geldanlage hierin hat auf Dauer gute Renditechancen, meist sogar besser als andere Anlageformen. Beim so genannten Investmentsparen kann man sein Geld entweder als Einmalzahlung anlegen, in Form eines Sparplans oder auch in einer Kombination daraus.

Entscheidet man sich für den Sparplan, zahlt man monatlich einen fixen Betrag in ausgewählte Investmentfonds. Somit werden über Jahre regelmäßig zwar recht geringe Anteile an Investmentfonds erworben, doch das hat Vorteile. Das Zusammenspiel von Zinseszinseffekt und Cost-Average-Effekt führt fast immer zu höheren Erträgen als die Einmalanlage. Gleichzeitig sinkt das Risiko, da es sich meist über Jahre um monatlichen Erwerb von Fondsanteilen handelt, dass es zu einer Fehlinvestition kommt.

Der Anteilswert an einem Aktienfonds ergibt sich aus der Summe aller Vermögenswerte abzüglich aller Schulden. Der sich daraus ergebende Betrag wird durch die Anzahl aller Anteilsscheine dividiert. Die Ausgabe- und Rücknahmepreise von Investmentfonds werden in vielen Tageszeitungen veröffentlicht und können auch im Internet verfolgt werden.
Beim Kauf von Anteilen werden zwischen 1,5 bis 5 % an Vertriebskosten erhoben. Ggf. werden noch Depotgebühren fällig. Beim Verkauf müssen die Fondsgesellschaften alle Anteile zum Rücknahmepreis annehmen.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass Investmentfonds eine sichere Kapitalanlage mit meist hohen Erträgen darstellen. Diese Anlageform eignet sich für unterschiedliche Kapitalanlagezeiten und Risikobereitschaft (abhängig von der Inflation). Allerdings muss man sich mit Fondsmanagement gut auskennen, um die jeweils richtigen Investmentfonds auszuwählen.


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Eingestellt: 15.08. 2008
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