Festgeld – garantierte Zinshöhe

Mancher Anleger möchte für einen relativ kurzen Zeitraum sein Kapital gewinnbringend anlegen. Hierfür eignet sich die Anlagevariante Termingeld, wobei man sich neben dem Tagesgeld auch für das Festgeld entscheiden kann. Tagesgeld, wie der Name schon sagt, ermöglicht tägliche Verfügbarkeit - das bedeutet, man kann quasi jederzeit über das gesamte Kapital verfügen oder es auch erhöhen (ggf. sind dabei Einlagegrenzen vorgegeben). Dafür muss man jedoch in Kauf nehmen, dass es zu Zinsschwankungen kommen kann, so dass die Verzinsung und damit das Guthaben nicht die gewünschte Höhe erreicht. Andererseits ist im Normalfall keine Mindesteinlage vorgeschrieben.

Eine andere recht einträgliche Variante ist das zuvor genannte Festgeld. Eine Mindesteinlage, meist zwischen 2.500 und 10.000 Euro, wird über einen bestimmten Zeitraum angelegt. Zwar sind hier Laufzeiten von bis zu 4 Jahren normal - also auch kurze Kapitalbindungen - jedoch ist die vertraglich vereinbarte Laufzeit fix. Die Höhe des eingeräumten Zinssatzes hängt natürlich von der Laufzeit ab, also je langfristiger, desto höher der Zins. Höhere Zinssätze lassen sich in Niedrigzinsphasen mit dieser Anlageform gut hinüberretten. Im Gegensatz zum Tagesgeld ist der Festgeldzinssatz für die Dauer der Anlage garantiert und bietet somit Ertragssicherheit. Das sieht allerdings anders aus, wenn das Geld vor Vertragsablauf benötigt wird. Nicht selten muss man bei einer Kündigung mit dem Verlust aller Zinseinkünfte kalkulieren. Als so genannte „eiserne Reserve“ eignet sich das Festgeld also nicht.

Die meisten Geldinstitute bieten inzwischen vornehmlich Festgeldkonten an, denn mit guten Konditionen locken sie vermehrt Kundengelder zu sich - doch das ist durchaus zum Nutzen des Verbrauchers. Einige große deutsche Banken bieten bereits über 5 Prozent für das Festgeld. Doch das Festgeld hat für den Anleger noch einen weiteren Vorteil. Werden die Zinsen erst im Folgejahr fällig, betragen sie nur 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer. Im anderen Fall könnte der persönliche Steuersatz sogar 42 Prozent betragen. Als Tagesgeldsparer ist man in dieser Hinsicht, wenn der Sparerfreibetrag ausgeschöpft wird, also schlechter dran.

Als Anleger sollte man auch bedenken, dass der höhere Zinssatz beim Festgeld dazu führt, dass man tatsächlich mit einem Plus für die Geldanlage rechnen kann. Der gewährte Zinssatz reduziert sich um etwa 1,25 Prozentpunkte für die Abgeltungssteuer und etwa 3 Prozentpunkte durch Inflation. Was dann übrig bleibt, ist meist nicht viel. Viele Banken sind durchaus bereit, 0,5 Prozent zusätzlich einzuräumen, um einen guten Kunden nicht zu verprellen. Die Nennung von Konkurrenzangeboten kann dabei hilfreich sein.


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Eingestellt: 8.08. 2008
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