Die Hochzeitstorte
Wie viele andere Dinge hat selbstverständlich auch die Hochzeitstorte Symbolcharakter. Sie ist ein Fruchtbarkeitssymbol und wurde ursprünglich mit den Zutaten Mehl, Honig, Gewürzen und sehr vielen Mandeln gebacken.
Etwa 2 bis 3 Wochen vor dem Hochzeitstermin sollte die Torte beim Konditor bestellt werden. Dieser hat dann genügend Zeit, Sonder- und Extrawünsche zu berücksichtigen und die Kosten für die Hochzeitstorte - je nach Exklusivität - zu errechnen. Die Brautleute sollten die Torte gemeinsam aussuchen und bestellen, damit räumt man evtl. Unstimmigkeiten direkt aus dem Weg.
Man kann zwischen vielen verschiedenen Modellen wählen, meist hat der Bäckermeister ein Heft mit Fotografien bereits gefertigter Torten zur Hand, damit man darunter schon eine Vorauswahl treffen kann. Dabei gibt es Hochzeitstorten für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel. Sowohl eine mehrstöckige Sahne- oder Buttercremetorte wie ein herzförmiger Erdbeerkuchen - alles ist möglich. Ein solches Erdbeerherz ist bereits für etwa 80 Euro zu haben, je höher und arbeitsintensiver die gewählte Hochzeitstorte sein soll, desto teurer wird sie auch. Mehrstöckige Hochzeitstorten mit aufwändiger Dekoration kosten bis zu 350 Euro.
Bei der Dekoration der Hochzeitstorte ist dem Ideenreichtum kaum eine Grenze gesetzt. So kann man ein Foto des Brautpaares einscannen, welches auf Marzipan wiedergegeben wird und dann die oberste Torte verziert. Die lange Zeit bevorzugten obligatorischen Brautpärchen aus Plastik sind nicht nur kitschig, sondern inzwischen auch nicht mehr gefragt. Überhaupt geht der Trend dahin, individuelle Kreationen zu servieren. Manche Torte erzählt dabei etwas über das Paar - beispielsweise hat man sich telefonisch kennen gelernt, dann hat die Torte die Form eines Telefonhörers. Oder ein gemeinsames Hobby etc. wird symbolisch dargestellt - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Übrigens sollte man darauf achten, dass die Tischdekoration zur Hochzeitstorte passt. Sind die Marzipanrosen auf der Torte lachsfarben, so sollten Tischdekoration und Blumenschmuck nicht in kräftigem Dunkelrot gewählt werden, sondern auf einen insgesamt harmonischen Eindruck achten.
Die Hochzeitstorte wird übrigens vom Paar gemeinsam angeschnitten. Wer dabei die Hand obenauf hat, wird - so sagt man - auch in der Ehe die führende Position einnehmen. Nach dem Anschnitt sollte eine Bedienung zur Verfügung stehen, damit nicht jeder Hochzeitsgast selbst wild an der Torte herumschneidet, denn ansonsten bleibt von dem kleinen Kunstwerk bald nichts mehr übrig.
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