Ehering - Eheringe

Der Gedanke, durch das Tragen von Eheringen Zusammengehörigkeit nach außen hin zu symbolisieren, war bereits bei den Kelten üblich. Das Paar trug einen aus Gras geflochtenen Ring. Auch bei den Germanen galt ein Ring als Pfand der Liebe. Römer und Ägypter glaubten, dass ein am linken Finger getragener Vermählungsring die Liebe festigt, da eine Ader von diesem Finger direkt zum Herzen führe.

Auch hierzulande hat der Ehering Tradition und so war es im Hochmittelalter Sitte, der Braut bei der Verlobung einen Ring zu überreichen. Die kirchliche Trauung wurde im 13. Jahrhundert üblich, wobei der Ringtausch zur Trauungszeremonie gehörte.

Auch in der heutigen Zeit wird durch das Anstecken und Tragen eines Eheringes die Verbundenheit zwischen zwei Menschen demonstriert und symbolisiert. Da die Kreisform des Ringes kein Ende hat, steht sie für unendliche Liebe und Treue.

Während in Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern der Ehering vorwiegend rechts getragen wird, wird er in den Mittelmeerländern, aber auch in der Schweiz oder in den USA, eher links getragen. Für die rechte Hand stehen dabei Begriffe wie rechtschaffen und rechtens. Links wird mit ‚dem Herzen näher' verbunden.

Eheringe werden vorwiegend in Gold oder Platin gefertigt, manchmal auch in Silber. Eheringe aus Gold bestehen nicht aus reinem Gold, sondern aus Legierungen mit Silber, Kupfer, Nickel und anderen Metallen. Die Bezeichnung 333er oder 750er Gold gibt dabei an, wie hoch der prozentuale Goldanteil ist. Entsprechend steht 333 für 1/3 Goldanteil, 750 für 75 Prozent Goldanteil. Ein zu geringer Goldanteil wie bei 333er Goldringen verursacht, dass der Ring anlaufen kann und grünlich-bräunlich verfärbt. Er sollte in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Ein 999er Goldring ist recht weich und verkratzt relativ schnell. Trauringe mit einem Goldanteil von 585 bzw. 750 ‰ sind deshalb zu bevorzugen.
Weißgold hat einen höheren Anteil an Silber, Palladium oder Platin, Rotgold erhält durch Kupfer einen rötlichen Farbton. Auch hier gibt die Bezeichnung 333, 585, 750 oder 999 den Goldanteil an.

Da es sich bei Platin um das beste der Edelmetalle handelt, ist es sehr widerstandsfähig gegen Korrosion und Abrieb. Bei der Schmuckherstellung wird 95%iges Platin verwendet, deshalb hat Platinschmuck einen recht hohen Preis. Häufig wird der Ring der Braut mit einem Brillanten, darunter versteht man einen geschliffenen Diamanten, geschmückt. Mit Karat wird die Gewichtseinheit des Brillanten bezeichnet, wobei 200 mg (0,2 g) einem Karat entsprechen.

Weit verbreitet ist der Brauch, Hochzeitsdatum und/oder den Namen des Partners in die Innenseite des Ringes zu gravieren.

Mit dem Ring wird manch abergläubische Annahme verbunden, beispielsweise, dass die Ehe bedroht ist, wenn der Ring zerbricht oder verloren wird. Kann der Bräutigam bei der Trauungszeremonie den Ring ohne Probleme anstecken, ist er Herr im Haus - stockt er am mittleren Fingergelenk der Braut, wird sie in der Ehe das Sagen haben.


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Eingestellt: 17.05. 2008
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