Der Polterabend

Der Polterabend ist traditionell eine Abschiedsfeier vom Junggesellenleben und findet eigentlich ein bis zwei Tage vor der Hochzeit statt. Inzwischen ist es aber durchaus üblich, ihn bereits ein oder 2 Wochen vor der Hochzeit zu begehen, damit noch genügend Zeit bleibt, damit Brummschädel und Augenringe wieder verschwinden.

Die Gäste des Brautpaares bringen so viel altes Porzellan wie möglich mit, welches vor ihren Augen zerdeppert wird. Dies soll Glück für die Ehe der Brautleute bringen. Das Brautpaar muss die Scherben gemeinsam auffegen und damit zeigen, dass es auch in der Ehe gut zusammenarbeiten wird.

Grundsätzlich wird der Polterabend am Elternhaus der Braut veranstaltet, die Gäste werden nicht eingeladen, sondern man informiert alle Freunde, Bekannten und Verwandten über Ort und Zeit des Polterabends. Aber auch dies hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte geändert. So ist es inzwischen üblich geworden, Arbeitskollegen, Nachbarn, Vereinskollegen usw. zum Polterabend einzuladen - besonders dann, wenn nicht alle Personen aus dem Bekannten- und Freundeskreis zur Hochzeit geladen werden sollen. Dabei kann im Garten - evtl. mit Zelt -, Partykeller oder auch auf im Wohnzimmer gefeiert werden - ein Polterabend ist vollkommen zwanglos. Allerdings sollte man auf passende Musik achten, sie macht die Feier erst richtig schön. Wer ggf. einen Alleinunterhalter, DJ oder eine Band buchen möchte, muss sich etliche Monate im Voraus darum kümmern.

Kann aus Platz- oder sonstigen Gründen der Polterabend nicht am einen oder anderen Elternhaus stattfinden, bietet es sich an, einen Saal zu mieten. Die Kosten hierfür betragen etwa 150 Euro bei einer Saalgröße für etwa 100 Personen. Allerdings muss man die Reinigung des Saales am folgenden Tag meist selbst übernehmen. Wird jedoch neben der Saalbuchung auch Getränkeausschank mitgebucht, erfolgt das Putzen am nächsten Tag auch durch das Personal des Vermieters.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verpflegung, denn neben den Getränken sollten kleine Speisen serviert werden, damit den Gästen für den Genuss alkoholischer Getränke eine gute Grundlage zur Verfügung steht. Wer einen Saal mit allem Drum und Dran bucht, hat es einfach und spart zeitaufwändiges Einkaufen und Vorbereiten. Auf jeden Fall sollte man vorher überlegen, mit vielen Gästen zu rechnen ist. Wer seine Gäste selbst bewirten will, muss beizeiten mit der Planung beginnen. Dabei ist es vorteilhaft, den Getränkebedarf über einen Lieferservice zu ordern, welcher die Getränke auf Kommission verkauft, damit etwaige Restware zurückgegeben werden kann. Dabei reichen als alkoholische Getränke Bier, Wein und Sekt vollkommen aus. Als Getränke ohne Alkohol bietet man Mineralwasser, Limo und Cola an. Mit den Speisen kann man einen Partyservice beauftragen, der ein kleines deftiges Büfett sowie Geschirr und Besteck anliefert. Wer dieses selbst zusammenstellen möchte, serviert vorzugsweise deftige Suppen, belegte Brötchen, Frikadellen und/oder Braten sowie Kartoffelsalat. Dies ist für diesen Anlass vollkommen ausreichend.

Schön ist es, wenn man Geschwister oder Freunde bittet, viele Fotos an diesem Abend zu machen. Sie sind auch nach langer Zeit eine gern betrachtete Erinnerung an einen feucht-fröhlichen Abend!


Weitere Artikel in der Rubrik Hochzeit

Artikel-Statistik

Eingestellt: 16.05. 2008
Zugriffe: 360
Anzahl Wörter: 529