Wiener Kaffeespezialitäten

Hört man von Wiener Kaffeespezialitäten, denkt man auch sofort an Wiener Kaffeehaus. Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist dies jedoch nur noch in eingeschränktem Maße ein Treffpunkt für Schriftsteller, Dichter und Denker. Vielmehr hat sich das berühmte Wiener Kaffeehaus zu einem Treffpunkt gewandelt, wo man verschiedene Kaffeespezialitäten genießen kann.

Mancher kommt vormittags, um hier in Ruhe seine Tageszeitung zu lesen, andere nachmittags zum einem Plausch bei einer Schale Kaffee - ja, richtig. Denn hier wird das Tablett als Tasse bezeichnet, und die Tasse als Schale. Aber nicht nur diese Bezeichnung erstaunt - so nennt man einen Milchkaffee mit höherem Milch- als Kaffeeanteil ‚Melange, mehr licht', wobei licht hell bedeutet. Bestellt man seinen Kaffee ‚mit', so ist ein Sahnehäubchen gemeint. Wurde ein ‚Schwarzer' geordert, serviert man einen starken Filterkaffee, dessen Kaffeebohnen extra dunkel geröstet wurden, jedoch nicht so stark wir für einen Espresso.

Dazu erhält man Zucker und Obers, also Schlagsahne, sowie ein Glas Wasser, welches stets nachgefüllt wird. Wünscht man eine Schale Gold, so erhält man besagten Schwarzen mit Schlagsahne in entsprechender Menge. Daneben existieren noch weitere Abstufungen wie Braun, Nuss und Nussgold.

Beliebt ist der so genannte Konsul, ein ‚Schwarzer' mit etwas Sahne oder der Konsul, ebenfalls ein ‚Schwarzer' mit Zusatz - hier einem Schuss Rum.

Aus besten Arabica-Sorten wird ein extra starker Kaffee gebrüht, ein ‚kleiner Schwarzer' oder Mokka. Bei einem Einspänner erhält man einen Mokka mit Sahnehaube im Glas als Kapuziner in der Tasse.
Der Espresso aus der Maschine wird schlicht als ‚Kurzer" bezeichnet.

Auch unsere österreichischen Nachbarn schätzen neben den unterschiedlichen Zubereitungsweisen für Kaffee diesen für verschiedene Speisen wie beispielsweise die Schokoladen-Mokkatorte oder genießen ihn zum berühmten Gugelhupf.


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Eingestellt: 22.05. 2008
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